Der historische Ernstfall ist da: In Deutschland ist eine rechtsextreme Organisation wieder die stärkste Partei. Dass in der Demokratie Millionen Menschen Faschismus wählen, ist dabei nicht neu. Faschismus ist nicht nur widerlich. Faschismus ist: politische Energie – eine Schwerkraft. Nicht die Deklassierten und Abgehängten wählten NSDAP, sondern die Begeisterten. Die Nationalsozialisten wurden in freien Wahlen stärkste Partei.
ZDF aspekte Buch: Der Rückfall
Frankfurter Rundschau Der 14. September 1930
t-online Hitler war sogar so dumm
Stuttgarter Zeitung Stirbt unsere Demokratie am 6. September?
Stern »Viele Demokraten haben Todesangst«
der Freitag »Ich bin sicher, wir werden Ähnliches durchmachen«
Deutschlandfunk Kultur NSDAP-Triumph damals, Aufstieg der AfD heute
Spiegel »Als hätten Außerirdische eine ganze Bevölkerung ausgetauscht«
Schweiz heute »Die Nazis haben sich besser getarnt als die AfD«
Quotenmeter Wie die NSDAP plötzlich zur Massenpartei wurde
Süddeutsche Zeitung Die Blaupause
Hessischer Rundfunk »Wir dürfen nicht vergessen, dass die NSDAP sich in einer Demokratie durchgesetzt hat.«
hr2 Kultur Zu Gast: Philipp Ruch
Radio Eins Gespräch mit Philipp Ruch
WAZ Ein Buch, das an die Gegenwart erinnert
»Philipp Ruch ist hier wirklich ein kleines Meisterstück gelungen. Seine Darstellung zeichnet sich durch breite Quellenkenntnisse und originelle Interpretationsansätze aus. Und sie ist darüber hinaus sehr eingängig geschrieben.«
»Dieses Buch wird unser Bild von der Vergangenheit verändern. Und damit auch unseren Blick auf die Gegenwart.«
»›Der Rückfall‹ ist ein spannendes Buch, eines, in dem er mal traurig, mal genüsslich zerstört, was wir zu wissen glauben über den Aufstieg der NSDAP.«
»Ein Buch wie ein Kanonenknall. Ein Buch, dass die Vergangenheit behandelt, aber uns anruft.«
»Erschreckende Parallelen mit den 30er-Jahren!«
»Ruch wäscht uns die Augen, damit wir nicht nur unsere Lage, sondern auch uns besser begreifen.«
»Das Buch zeigt, wie eine demokratische Ordnung erschreckend plötzlich zusammenbrechen kann.«
»Philipp Ruch legt eine Studie vor, die nicht nur neue bohrende Fragen stellt, sondern auch viele Aspekte in einer bislang seltenen Klarheit herausarbeitet - und wichtige Antworten anbietet.«
Wie verhielt sich die NSDAP unter demokratischen Bedingungen? Wie konnte eine rechtsextreme Partei derart erfolgreich werden? Am 14.9.1930 gibt es etwas vollkommen Übersehenes.
Wir erforschen seit drei Jahren das Wesen und die Grundlagen des Aufstiegs der NSDAP von 1928 bis 1930. Dafür haben wir wesentliche Quellen (Völkischer Beobachter, Der Angriff, Illustrierter Beobachter) aus den Jahren 1927-1932 digital erfasst. Wenn Sie Zugang zu unseren Beständen oder zu unserem Forschungsnetzwerk haben möchten, schreiben Sie uns. Methodisch fußt das Projekt auf zwei Grundprinzipien: die Wahrnehmung der Zeitgenossen stärker zu berücksichtigen und den Zeitraum bis 1930 vom darauffolgenden Ereignisverlauf abzukoppeln. Erste Erkenntnisse liegen seit August 2026 mit dem Buch »Der Rückfall« (Verlagsseite) vor.
Trotz fehlender Meinungsumfragen lässt sich der Aufstieg der NSDAP bis September 1930 anhand der häufigen Wahlen in Sachsen rekonstruieren – der Freistaat trifft 1930 den Reichsdurchschnitt genau und verfehlt ihn 1928 um wenige Promille. Darstellung in: Der Rückfall, 2026.
Dass die Mitgliedsdichte der NSDAP wenig mit den erreichten Wahlziffern zu tun hat, zeigt diese Karte, die die Ergebnisse der einzelnen Wahlkreise aufschlüsselt. Blau umrahmt sind die Top 10 der Gaue, in denen die Nationalsozialisten über die meisten Mitglieder verfügen. Darstellung in: Der Rückfall, 2026.
Warum gewann die NSDAP ab 1929 massenhaft Anhänger – und was trägt das zum Verständnis der Gegenwart bei? Haben wir die falschen Lehren aus dem Untergang der Weimarer Republik gezogen? Kann und sollte die Geschichte vielleicht sogar zur Verteidigung der liberalen Demokratie herangezogen werden? Statt ritualisierter Erinnerung brauchen wir: angewandte Geschichte. Es geht um historische Tiefenschärfe, die dabei hilft, den Rechtsextremismus in der Gegenwart zu bekämpfen.
Ein Sammelband, herausgegeben von Philipp Ruch und Thomas Weber. Mit Beiträgen von Yael Ben-Moshe, James D. Bindenagel, Peter Fritzsche, Beatrice de Graaf, Christian Kofoed Hansen, Steven E. Hanson, Benjamin Carter Hett, Hinnerk Höfling, Annelotte Janse, Jeffrey Kopstein, Carolin Lange, James McSpadden, Sabine von Mering, Mike Rothschild, Philipp Ruch, Torsten Sewing, Robin te Slaa, Niki Stein, Thomas Weber.
Unsere Aktionen werden von umfangreichen historischen Recherchen zusammengehalten. Wir veröffentlichen an dieser Stelle relevante Funde, insbesondere aus Archiven, um sie zugänglicher zu machen:
SRP-Verbotsantrag (10.10.2024)
• SRP-Verbotsantrag von 1951
Sitzung des Reichsausschusses (4.10.2024)
• Dr. Wolfgang Stresemanns letzte Rede (30.09.1929)
Dokumente und Recherchen zu Helmuth Mylius (5.12.2019)
• Biografische Abfolge mit Kommentar und Quellenverweisen
• Mylius' Entnazifizierungsakte (1948)
• Mylius' Rentenakten
Wissenschaftliche Aufsätze mit Rechercheergebnissen
• Die Wege der Asche (30.11.2019)